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An der Bundesautobahn 2 zwischen Helmstedt und der Ausfahrt Alleringersleben ragen zwischen großflächig überdachten Baracken und zweistöckigen Gebäuden hohe Lichtmasten in den Himmel - die Skyline der ehemaligen Grenzübergangsstelle (GÜSt) Marienborn.
Dieser Ort war bis 1989 das Nadelöhr zwischen Ost und West.
Helmstedt - Marienborn war Synonym für eine Grenze, die nicht nur Deutsche von Deutschen trennte, sondern Europa, die Welt in zwei sich feindlich gegenüberstehende militärisch-politische Machtblöcke, in zwei konkurrierende Wirtschaftssysteme, in zwei ideologische Systeme und Interessensphären spaltete.
Die am 1. Juli 1945 errichtete Alliierte Kontrollstelle entwickelte sich im Verlauf des Kalten Krieges zur größten und bedeutendsten Grenzübergangsstelle an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. ....................................... Für Besucherinnen und Besucher sind die Funktionseinheiten PKW-Einreise, die Kontrollgarage-Ausreise und der Kommandoturm geöffnet.
Über ein Besucherleitsystem, bestehend aus Faltblättern zur ersten Orientierung und Hinweistafeln sowie Multimedia-Stationen zur Vertiefung, können die Besucherinnen und Besucher die Gedenkstätte selbständig erkunden.
Im Besucherzentrum vertiefen die Dauerausstellung "Die Grenzübergangsstelle Marienborn: Bollwerk, Nadelöhr, Seismograph" sowie die Filme "Helmstedt-Marienborn - Das Nadelöhr zwischen den Welten" und "Auf der Wacht für die DDR - Die Geschichte der innerdeutschen Teilung" die historischen Zusammenhänge, in deren Folge die GÜSt Marienborn zu einem Bollwerk des Grenzregimes ausgebaut wurde.
........................................ Erinnern und Gedenken brauchen einen Ort. Die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn ist ein geeigneter Ort, sich an Erlebtes, seelische Verletzungen oder Ängste im Zusammenhang mit der Teilung Deutschlands zu erinnern und diese aus der zeitlichen Distanz heraus zu betrachten.
(Textquelle: Faltblatt "Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn")
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