Hötensleben

eine DDR Ortschaft direkt an der innerdeutschen Grenze

 

 

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Seite erstellt: 08.03.2010

Letzte Änderung: 15.10.2014


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Hötensleben - eine DDR Ortschaft wird geöffnet

Alle Fotos von Klaus-Dieter Nickel

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Grenzöffnung an der Straße Schöningen-Hötensleben

Die Mauer fiel in Hötensleben erst zehn Tage später als in Berlin. Zunächst hatten die Behörden anderswo Übergänge geöffnet. Hötensleben schien vergessen. Am 15. November demonstrierten deshalb die Einwohner.

Ihre Forderung: Hötensleben und Schöningen sollten endlich wieder verbunden werden. Plötzlich hieß es, in drei oder vier Tagen würde ein provisorischer Grenzübergang geöffnet. Innerhalb kürzester Zeit richteten Baufahrzeuge auf westlicher Seite die Straße wieder her, im Osten wurden Mauer und Signalzaun geöffnet.


Die folgende Bilderserie zeigt die Grenzöffnung Hötensleben vom Beginn der Gespräche über die Bauarbeiten bis zur Trabi-und Fußgängerkarawane am 19. November 1989.

Die Arbeiten begannen am 16. November 1989, 09:00 Uhr.

Öffnung des Grenzüberganges am 19. November 1989, 07:50 Uhr.

Visa und „Zwangsumtausch“ entfielen ab dem 23. Dezember 1989, 18:30 Uhr.

 

DDR-GrTr-Angehörige und Arbeiter warten auf den anberaumten Besprechungstermin am Grenzverlauf. Es sollte besprochen werden, wie es zu realisieren ist, dass man am „Fährturm“ einen Fußgänger- und Straßenübergang einrichtet.

BGS-Angehörige warten auf die Ankunft des stellv. Abteilungsführers

vorn links – der stellv. Abteilungsführer

Der stellv. Abteilungsführer und Mitarbeiter des Straßenbauamtes Helmstedt besprechen mit den GrTr-Angehörigen die bevorstehenden Arbeiten.

Besprechung wird durch einen BeDo-Trupp der Abteilung dokumentiert

Ein DDR-Bagger beginnt mit dem Abbau der vorderen Betonsperrmauer

Unter starker Zuschauerbeteiligung (West) werden Arbeiten zum Verlegen von Betonplatten als Fahrstraße zwischen Grenzverlauf und der zweiten Betonsperrmauer (SSZ) durchgeführt.

Bachmitte der „Schöninger Aue“ ist der Grenzverlauf.

  

Der Bagger hat Elemente der hinteren Betonsperrmauer entfernt – von nun an gab es auch eine rege Zuschauerbeteiligung-Ost.

Der Bagger ebnet das Gelände und verlegt Betonplatten - ähnlich die des betonierten Kolonnenweges.

 

Arbeitskräfte beider Seiten befestigen mit Betonplatten den Bereich am Grenzverlauf

Arbeitskräfte beider Seiten befestigen mit Betonplatten den Bereich am Grenzverlauf

Provisorische Grenzabfertigungsstelle Hötensleben (Wohnwagen) für die PKW-Einreise

Provisorische Grenzabfertigungsstelle Hötensleben (Wohnwagen) für die Fußgänger-Einreise

Einweihung des Grenzüberganges nach Fertigstellung mit „Pauken und Trompeten“

Lange Kfz-Schlangen auf der Zufahrtsstraße zum „Fährturm“ von Schöningen kommend

„Go Trabi go“

Wo kommen die vielen Autos her?

Eine nicht enden wollende Kfz-Schlange rollte nun fortwährend aus Hötensleben heran.

Die Schöninger Kaufleute richteten ihre Sortimente neu ein/um.

Selbst in einem Holzgeschäft gab es Sämereien und Pferdezubehör.

Menschenmassen überschritten die Grenze West-Ost und Ost-West.

Aber der Grenzverlauf wurde analog dem auf der Autobahn A 2 genauso markiert.

Eine weiße Linie zeigte den „Reisenden“ den genauen Grenzverlauf.

Die Fußgänger wurden auf den ostwärtigen Straßenbereich kanalisiert, die Kfz. auf den westlichen.

Menschenströme auch auf Bundesgebiet, am „Fährturm“.

Hier konnte man sich mit Eis und Süßigkeiten „versorgen“.

Ein Buspendelverkehr zwischen „Fährturm“ und  Schöningen wurde eingerichtet.

Abfahrt der Busse auf dem Parkplatz.

Impressionen über den nicht endenden Personen- und Kfz-Verkehr am Grenzübergang Hötensleben


Fotos und Bildtexte von Klaus-Dieter Nickel